Geocaching an den Gönninger Seen

Bei frühlingshaftem Wetter machte sich die Familiengruppe mit vier kleinen und zwei großen Schatzsuchern am Sonntag, 16. Februar auf den Weg, den Geocache „Lake Tuffy“ bei den Gönninger Seen zu finden. Dafür galt es zunächst auf den Infotafeln des vom Schwäbischen Albvereins angelegten Tuffstein-Lehrpfads einige Zahlen und Fakten herauszufinden, mit denen dann die Koordinaten des Finals zu ermittelt waren.

Doch schon wenige Meter nach dem Parkplatz schien es nicht mehr weiterzugehen. Die starken Regenfälle der letzten Woche hatten die Wiesaz so anschwellen lassen, dass sie den Weg überflutet hatte. TapferE Schatzsuche lassen sich davon aber nicht aufhalten und nach ein paar Meter querfeldein konnten wir uns wieder von unseren GPS-Geräten zur nächsten Infotafel leiten lassen.

Augen zu und durch?

Auf dem weiteren Weg erfuhren wir so viel über Entstehung, Abbau und Nutzung des Tuffsteins sowie die Flora und Fauna dieser wunderschönen Landschaft. Auf den Strecken zwischen den Infotafel hielt es die kleinen Wanderer selten auf den Wegen. Die zahlreichen Bachläufe übersprungen, Froschlaich in den Seeufern bestaunt oder kleine Kletterpartien auf Bäumen und Felsen unternommen.

Hoch hinaus!

Schließlich waren alle Fragen beantwortet und die Final-Koodinaten wurden berechnet. Die GPS-Geräte wiesen auf einen Punkt im oberen Wiesaztal, nicht zu weit entfernt. Also nichts wie hin, auch wenn die Richtung mit der Cachebeschreibung nicht ganz übereinstimmte. Dort oben wurden die Wege schmal und steinig, zum Schluss liefen wir im halbtrockenen Flussbett bis zur berechneten Stelle. Ein richtiges Abenteuer für die Kinder, die unterwegs echte Fossilien und eine „Steinzeitaxt“ fanden.

Auf dem Weg zum Final. Oder etwa nicht?

Was wir am Ende nicht mehr fanden, war der Cache. Der errechnete Punkt lag irgendwo oberhalb des Bachtals an einem unzugänglichen Hang. Das konnte nicht stimmen. Irgendwo mussten wir einen Fehler gemacht haben, denn auch unsere errätselten Zahlen wichen – wenn auch nur knapp – von der Prüfsumme ab.

Ja, wo liegt es denn?

Aber niemand war deshalb wirklich traurig. Denn auch ohne ihn gefunden zu haben hatte dieser Geocache uns eine erlebnisreiche und spannende Wanderung beschert.
Oder, wie eines der Kinder den spanischen Schriftsteller Miguel de Cervantes zu zitieren wusste: „Der Weg ist immer besser als die schönste Herberge“.


Text und Bilder: Lars Hilscher